Das Projekt “Famílies² = participació x alimentació” (Familien²= Partizipation x Ernährung) wurde im Jahr 2009 im Centre Obert Compartir de Ciutat Vella (Barcelona) begonnen. Seitdem arbeiten wir, mit der finanziellen Unterstützung von Carrefour, eng mit den Familien unseres Projektes zusammen. Mit ihnen lernen wir zu teilen, zusammenzuleben, einander zuzuhören, uns gegenseitig zu respektieren, wertzuschätzen und gemeinsam zu wachsen.

Die Grundidee des Projekts war, die Familien der Kinder, die das Projekt-Zentrum aufsuchen, in der Erziehungsaufgabe zu unterstützen und ihre sozialen Kompetenzen für das Zusammenleben innerhalb der Familie und der Gesellschaft, aber auch für die Entwicklung ihrer persönlichen Autonomie zu fördern.

Einmal pro Monat werden sie in den Sitzungen dazu angeregt, aktiv mitzuarbeiten, über unterschiedliche Themen zu reflektieren, miteinander zu reden, fremde Meinungen und Wertvorstellungen zu respektieren und mit und von den anderen zu lernen. Für ihre aktive Teilnahme erhalten sie ein kleines Essenspaket und Gutscheine, die sie im Supermarkt einlösen können.

Dank der positiven Aufnahme und Begeisterung der Familien sowie ihres Potentials zur Selbsthilfe, vor allem von Seiten der Mütter, konnten wir die Zahl der Projekte erhöhen und daraus ein echtes Programm machen, aus welchem weitere Projekte entstanden sind:

Ein- oder zweimal im Monat haben interessierte Mütter und Väter, die an dem Projekt teilnehmen, die Gelegenheit an einer Fortbildung zu konkreten Themen, die sie selbst bestimmt haben, teilzunehmen.

Durch die unentgeltliche Hilfe, die die Mitglieder anbieten, sollen folgende Ziele des Projekts erreicht werden: Engagement, Gemeinschaftsgefühl, gegenseitiges Vertrauen und Verantwortung.

Auf klare und einfache Weise möchten wir dazu beitragen, dass die Familien ein stärkeres Bewusstsein über aktuelle Umweltprobleme wie Luftverschmutzung sowie über Schutz der Umwelt und Natur, entwicklen.

Durch die Gruppen wurde erreicht, dass die teilnehmenden Familien für gesunde Lebensweisen sensibilisiert werden und durch einfache, alltägliche Handlungen lernen ihren Beitrag – so klein er auch sein mag – zum Schutz der Umwelt zu leisten. So tragen unsere Gruppen zur Verbesserung der Umweltsituation, die lokal und global ein echtes Problem darstellt, bei.

Die Teilnehmer übernehmen in Kleingruppen die Verantwortung für die Auswahl der Essenspakete, die sie erhalten werden. Damit soll erreicht werden, dass sie die Tragweite verstehen, die ihre Handlungen, Auswahl und die angemessene Durchführung der Bestellungen auf andere Personen haben können.

Dieser hat sich zunächst spontan durch das Interesse der Mütter aus den Familien als Lern- und Begegnungsraum entwickelt. Mittlerweile hat sich der Woll-Workshop als eigenständiges Projekt der Stiftung etabliert.

Die Teilnahmerate der Familien am Projekt betrug fast immer über 95%. Zuvor wurden in den Zentren (Centre Obert Rialles) von Sta. Coloma de Gramenet (Barcelona) und von El Prat de Llobregat (Barcelona) mit derselben Projektkonzeption und in Zusammenarbeit mit der Brüdergemeinde der Maristen und des Vereins SAÓ-PRAT zwei interessante Erfahrungen gemacht. Bis zum Jahr 2013 wurde das Projekt auch im Tageszentrum des Stadtviertels von El Pinar (Rubí) mit zwei Familiengruppen und in Zusammenarbeit mit dem Verein Compartir der Sozialgruppe der Maristen durchgeführt. Derzeit nehmen einige der Mütter aus diesen Familien am Projekt „Woll-Workshop“ teil, welches am Stiftungssitz stattfindet.

Mit der wertvollen Zusammenarbeit der Stiftung Roger Torné, die sich primär dem Schutz von Kindern und ihrer Verwundbarkeit durch Risiken aus Umweltbelastungen widmet, haben wir für die Familien, mit denen wir arbeiten, eine Sitzungsreihe zur Prävention und Sensibilisierung über folgende Thematik organisiert:

Die Sitzungen haben bewirkt, dass die Familien sich über die Bedeutung der Luftqualität und Atmung nachdenken und sich dafür interessieren, wie sie entsprechend die Lebensqualität ihrer Kinder verbessern können. Zudem erhielten die Teilnehmer einen Korb mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus den Obst- und Gemüsegärten von Verdallar. Diese Institution setzt sich für die Eingliederung von sozial benachteiligten Personen in den Arbeitsmarkt ein und erzeugt, vermarktet und vertreibt mit ihnen ökologische Produkte.

Siehe Artikel der Stiftung Roger Torné

Die Stiftung arbeitet im Moment an der Veröffentlichung der Methodologie des Projekts „Famílies² = participació x alimentació“, um sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.